Im Gespräch mit Norbert Hermann

BETREIBER BERICHTEN:
NORBERT HERMANN, VORSTAND DER AGRARGENOSSENSCHAFT „IM OHNETAL“ eG

Norbert Hermann ist Vorstand der Agrargenossenschaft „Im Ohnetal“ eG in Thüringen. Als Standortgeber hat er dem Privaten Institut 2016 rund 5.000 Quadratmeter Dachfläche zur Verfügung gestellt.

Norbert Hermann
Norbert Hermann, Vorstand der Agrargenossenschaft „Im Ohnetal“ eG.

Herr Hermann, auf den Dächern Ihrer landwirtschaftlich genutzten Hallen sind seit kurzem Photovoltaikanlagen installiert. Was hat Sie zu diesem Schritt bewogen?

Das Private Institut war auf der Suche nach großen Dachflächen, die für den Betrieb von Photovoltaikanlagen geeignet sind. Sie boten mir an, im Gegenzug für die Überlassung von vier Dachflächen, die drei ältesten komplett zu sanieren.

Das heißt, es handelt sich um eine Art Tauschgeschäft?

So könnte man es nennen. Wir haben auf jeden Fall erhebliche Sanierungskosten gespart.

Wie kann man sich den Ablauf der Maßnahme konkret vorstellen?

Zunächst haben wir einen Vertrag mit dem Privaten Institut geschlossen, dann folgten die etwa achtwöchigen Sanierungsarbeiten und schließlich die Installation der Anlagen. Wichtig war uns hier, dass es keinerlei Beeinträchtigung bei der Bewirtschaftung der Hallen gibt, und das hat sich auch so bewahrheitet.

Wie lange hat es gedauert, bis der erste Strom geflossen ist?

Das hat insgesamt vier Monate gedauert – ein überschaubarer Zeitraum finde ich.

Können Sie den erzeugten Strom auch selbst nutzen, oder wird er komplett ins Netz eingespeist?

Wir hatten das Angebot, einen Teil des Stroms kostengünstig zu beziehen. In unserem Fall war das aber nicht notwendig, weil wir selbst bereits eine eigene Photovoltaikanlage besitzen. Deshalb fließt der auf unseren Dachflächen erzeugte Strom vollständig ins Netz.

Welche Aufgaben übernehmen Sie als Standortgeber und welche das Private Institut?

Wir müssen eigentlich gar nichts machen. Das Private Institut hat sowohl die Sanierungsarbeiten geleitet als auch die Anlage installiert. Die Funktion wird regelmäßig geprüft und es finden bei Bedarf Wartungsarbeiten statt, aber auch darum muss ich mich nicht kümmern.

Waren Sie zufrieden mit der Zusammenarbeit mit dem Privaten Institut?

Ja, alles, was besprochen wurde, das wurde auch so eingehalten. Wir wussten immer Bescheid über den aktuellen Stand des Projekts und waren auch von der Professionalität des Handwerkerteams sehr angetan.

Würden Sie auch anderen landwirtschaftlichen Unternehmen ein solches Engagement empfehlen?

Es hat sich auf jeden Fall gelohnt für uns. Hier im Ort habe ich sogar schon eine Empfehlung ausgesprochen.

Vielen Dank für das Gespräch.